Herbstkonzert 2018 - Mandolinenclub 1920 Mülheim-Kärlich

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Herbstkonzert 2018

MC aktuell
70 Jahre Vereinszugehörigkeit im Doppelpack
 
Herbstkonzert des Mandolinenclubs bot den würdigen Rahmen für ein nicht alltägliches Jubiläum
 
 
Das schon zur Tradition gewordene Herbstkonzert des Mandolinenorchesters Mülheim-Kärlich erfüllte wieder einmal die Erwartungen der zahlreich erschienenen Konzertbesucher in der stilvoll dekorierten Kurfürstenhalle. Doch diesmal stand nicht nur die Musik im Vordergrund; eingebunden in den Programmablauf hatte der Verein zwei außerordentlich verdiente Mitglieder zu ehren, die das seltene Jubiläum einer 70-jährigen Vereinszugehörigkeit feiern konnten: Hermann Vogt und Erwin Mallmann. Beide waren als musikbegeisterte Freunde im Jahre 1948 dem Mandolinenclub als aktive Mandolinenspieler beigetreten und haben während ihrer langen Vereinszugehörigkeit die Geschicke des Vereins entscheidend mit geprägt. Seit 1972 ist Hermann Vogt im Vorstand tätig, zunächst als Kassierer und stellvertretender Vorsitzender, ab 1986 bis 1996 als Vorsitzender und danach bis heute als Ehrenvorsitzender. Erwin Mallmann war ab 1986 für 6 Jahre Dirigent des Orchesters und hat darüber hinaus durch sein Akkordeon die vielen geselligen Veranstaltungen wesentlich mit gestaltet und tut das auch heute mit seinen 88 Jahren immer noch. Die Vorsitzende Maria Zerwas betonte in ihrer Laudatio:  „Beide haben während dieser 70 Jahre und besonders in ihren Ämtern viel Herzblut geopfert und dem Mandolinenclub zu Ansehen und zu steigenden Mitgliederzahlen verholfen“. Die Spielerinnen und Spieler des Orchesters und die Konzertbesucher dankten den Jubilaren mit einem lang anhaltendem Applaus.
 
Das Konzertprogramm glich einer Reise durch die ganze Welt: Mit den „Spielereien“ des Teufels „Les Bibelots du Diable“ des italienische Komponisten Mario Maciochi eröffneten die Mülheimer SpielerInnen schwungvoll das Konzert, weiter ging es mit dem klassischen „Concerto All Unisono“ von Evaristo Felice Dall’Abaco und der Suite „The Godfather“ aus dem Film „Der Pate“. Ein Höhepunkt der ersten Hälfte war der „Song of Japanese Autumn“, eine Impression des Herbstes in Japan von Yasuo Kuwahara mit einem sehr schönen Solo, gespielt von Alina Kockelmann. Nach dem wundervollen Stück „La Vallée Maudite“ (Das verwunschene Tal), mit dem die Mülheim-Kärlicher Musiker 2017 beim Orchesterwettbewerb des Bundes Deutscher Zupfmusiker einen ersten Preis gewonnen hatten, wurde die Bühne freigemacht für das Gastorchester „Elztalecho“ aus Kehrig unter ihrem Dirigenten Thomas Braun, die die Weltreise fortsetzten mit dem bekannten „El Choclo“ des Argentiniers Angel Gregorio Villoldo, gefolgt von einer Irischen Folk Suite und nach der Pause mit dem stimmungsvollen „Recuerdos de la Alhambra“ des katalanischen Gitarristen Francisco Tarrega. Mit dem „Earth Song“ von Michael Jackson beendete das 20-köpfigen Orchesters aus der Eifel seinen schönen Konzertbeitrag.
 
Die West Side Story ist eine der bekanntesten Kompositionen des amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein. Markus Kockelmann, der Dirigent des Mülheimer Orchesters, hat aus den schönsten Songs dieses Musicals ein Medley arrangiert, das von den Mülheimer Musikern gekonnt und mit viel Gefühl vorgetragen wurde und vom Publikum mit begeisternden Applaus aufgenommen wurde.
 
Der gemeinsame Auftritt beider Orchester aus Kehrig und Mülheim beendete ein abwechslungsreiches Konzert mit den Stücken „Oye Como Va“ (bekanntgeworden durch den Musiker Santana) des Puertorikaners Tinto Puente und der „Rumba“ von Dieter Kreidler. Ohne Zugaben ging es nicht: Ein Medley von „Dschingis Khan“, arrangiert von Markus Kockelmann, und der allseits bekannte „Radetzky Marsch“ setzten den Schlusspunkt unter ein Konzert, das die Zeit wie im Flug vergehen ließ und mit dem die Zupfmusik ganz sicher neue Freunde gewonnen hat.
Impressionen vom Herbstkonzert 2018

Fotos: Walter Schubert, Günther Mallmann
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